Gebiss
Beim Menschen unterscheidet man zwischen dem Milchgebiss und dem bleibenden Gebiss, auch Dauergebiss genannt. Wenn ein Säugling etwa ein halbes Jahr alt ist, dann brechen die ersten Schneidezähne durch. Im Alter von zwei Jahren ist das Milchgebiss mit insgesamt 20 Zähnen dann vollständig. Im Alter von sieben Jahren verlieren die Kinder dann ihre Milchzähne und das bleibende Gebiss beginnt zu wachsen. Das Dauergebiss kann aus 28 bis 32 Zähnen bestehen, wenn auch die Weisheitszähne wachsen.
Woraus besteht ein Zahn?
Der Zahn wird in Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel unterteilt. Befestigt wird die Wurzel mit dem Knochen durch Bindegewebsstrukturen. Wenn diese schwinden, dann leidet der Patient an Parodontose.
Von außen ist vom Gebiss nur der Zahnschmelz sichtbar, er bedeckt das Zahnbein, das sich innen befindet. Das Zahnbein, auch Dentin genannt, umschließt das Zahnmark, wo sich auch die Nerven und Gefäße befinden. Übrigens ist der Zahnschmelz das härteste Material, das sich im menschlichen Körper befindet. Fluoride, die in der Zahncreme befindlich sind, sorgen für die Härtung des Zahnschmelzes.
Das Milchgebiss
Das Milchgebiss besteht aus insgesamt 20 Zähnen. Die Milchzähne können als Vorläufer oder auch Platzhalter für das bleibende Gebiss betrachtet werden. Sie verbleiben zwar verhältnismäßig kurze Zeit an ihrem Platz, trotzdem müssen sie sorgfältig gepflegt werden, denn sie haben die Aufgabe, den Platz für ein gesundes bleibendes Gebiss zu halten.
Wenn die Milchzähne frühzeitig ausfallen, dann besteht die Gefahr, dass die bleibenden Zähne nicht optimal wachsen. So kommt es zu Fehlstellungen und es sind langwierige Korrekturen beim Kieferorthopäden notwendig.
Die verschiedenen Zähne und ihre Funktionen
Die Zähne im menschlichen Gebiss haben unterschiedliche Funktionen und sind daher auch dementsprechend gebaut. Die Schneidezähne liegen vorn und haben die Form eines Meißels bzw. einer Schaufel. Mit ihnen wird abgebissen und die Nahrung wird zerschnitten. Dann folgen die Eckzähne, die auch die längste Wurzel haben. Mit ihnen kann auch zähe Nahrung zerrissen werden. Mit den vorderen Backenzähnen und ihren zwei Kauspitzen wird die Nahrung zu Brei zerkleinert, während die hinteren Backenzähne, die man auch all Mahlzähne bezeichnet, die Nahrung vollständig zerkleinern. Sie leisten beim Kauen die Hauptarbeit.
Das Kiefergelenk erlaubt einen großen Bewegungsumfang. Es verfügt über einen Mechanismus zum Öffnen und Schließen sowie zur Mahlbewegung. So wie das menschliche Gebiss beschaffen ist, eignet es sich sowohl zum Zerreißen von zähem Fleisch, als auch zum Zermahlen von härterer Pflanzenkost. Der Mensch ist dank seines Gebisses ein Allesfresser. Allerdings dürften sich die prähistorischen Menschen überwiegend von Pflanzenkost ernährt haben.
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